Falls es am Arbeitsplatz knirscht zwischen den Geschlechtern

28.03.2018

Liesel Denker ist die erste Frauenbeauftragte der Werkstätten für behinderte Menschen bei der Lebenshilfe Nienburg gGmbH. Vertreterin ist Daniela Genschik. In ihre Ämter gewählt wurden sie von den Mitarbeiterinnen der Werkstätten.

Seit 2017 sieht die Werkstättenmitwirkungsverordnung neben der Wahl des Werkstattrates als Vertretungsorgan der Werkstattbeschäftigten auch die Wahl einer Frauenbeauftragten vor.

Liesel Denker war in der Hausreinigung, im Werkstattladen und in der Heißmangel der WfbM beschäftigt. Seit einigen Jahren arbeitet sie nun in der Aktenvernichtung. In der Werkstatt ist sie beliebt, da sie als hilfsbereit gilt und sich für andere einsetzt.
„Ich kann gut zuhören, erzähle nichts weiter und helfe gern. Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist mir sehr wichtig. Deshalb habe ich mich zur Wahl gestellt und tatsächlich gewonnen.“
Zusammen mit ihrer Vertreterin Daniela Genschik vertritt und unterstützt Liesel Denker die Mitarbeiterinnen der Werkstätten der Lebenshilfe Nienburg gGmbH bei frauenspezifischen Themen.

Wichtig sind dafür Kenntnisse über Rechte und Pflichten der Frauenbeauftragten. Deshalb nahmen die beiden Frauen mit Ihrer Vertrauensperson Maike Klose-Brinkmann an einem dreitägigen Seminar für Frauenbeauftragte in Lüneburg teil.
Weitere Fortbildungen und Schulungen sind in Planung.

Neben fachlichem Wissen ist auch die eigene Abgrenzung wichtig. Die Vertrauensperson unterstützt die Frauenbeauftragten dabei, eigene Grenzen anzuerkennen und Fähigkeiten wirkungsvoll einzusetzen.

Liesel Denker und Daniela Genschik wollen in ihrer vierjährigen Amtszeit unter anderem feste Beratungszeiten einrichten und planen spezielle Veranstaltungsangebote für Frauen. Belästigung und Diskriminierung von Frauen am Arbeitsplatz soll es nicht geben. Kommt es doch dazu, stehen die Frauenbeauftragten den Kolleginnen helfend und beratend zur Seite. Geplant sind außerdem Netzwerke mit anderen Frauenbeauftragten in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, aber auch mit Institutionen, die sich mit Frauenrechten befassen.
„Wenn die Frauen das wollen“, so Liesel Denker, „setzen wir uns auch dafür ein, dass mehr Frauen in Bereichen der Werkstätten arbeiten, in denen bislang hauptsächlich Männer tätig sind. Die Frauen stehen bei unserer Arbeit immer im Mittelpunkt!“

 
 
 

© 2010 Lebenshilfe Nienburg gemeinnützige GmbH - Südring 13, 31582 Nienburg / Weser - Tel.: 05021 6045-0 - Fax: 05021 6045-45 - info@lebenshilfe-nienburg.de