Wohnen und Leben

Mehr Gemeinsamkeit leben ... im Wohnheim Nienburg

Das Wohnheim Nienburg wurde im September 1989 in der Ernstingstraße 48 eröffnet. Das Haus liegt in der Nähe des Bahnhofs Nienburg (10 Minuten Fußweg). Die Fußgängerzone mit vielen Einkaufsmöglichkeiten sowie Supermärkte, Frisör und Restaurants sind ebenfalls gut zu erreichen.

Das Wohnheim Nienburg auf einen Blick

  • 41 Plätze
  • 6 Gruppen mit jeweils 7-8 Bewohnerinnen und Bewohner
    • nur Einzelzimmer (ca. 15 qm oder 21 qm)
  • Ausstattung: Wohnzimmer, Küche, Esszimmer, diverse Bäder und Terrassen.
  • Sonstiges: Drei Pflegebäder stehen allen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung.
  • Die Zimmer werden möbliert angeboten, d. h. mit Schrank, Bett, Stuhl und Tisch. Die Ausstattung kann aber auch vom Bewohner selbst vorgenommen werden.
  • Freie Zimmer: zurzeit keine

Das Motto ‚Mehr Gemeinsamkeit leben!‘ prägt den Alltag. Die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestalten mit den Bewohnerinnen und Bewohnern die Räumlichkeiten so, dass sie den Anforderungen und der pädagogischen Arbeit gerecht werden und bleiben.

Der Alltag im Wohnheim Nienburg

Wohnen in der Gemeinschaft eines Wohnheimes der Lebenshilfe ist mehr, als einen Tisch, ein Stuhl oder ein Bett in einem Zimmer zu haben. Wohnen bei uns bedeutet, sich wohl zu fühlen, Gemeinschaft zu genießen, sich auch mal zurückziehen und für sich sein zu können.

Die Bewohner und Bewohnerinnen sollen nach ihren Möglichkeiten und mit ihren Ideen zum Gelingen des gemeinsamen Wohnens beitragen. Es ist uns wichtig, dass die Bewohnerinnen und Bewohner im Rahmen ihrer Möglichkeiten Verantwortung übernehmen können. In den Gruppen haben sich die Bewohnerinnen und Bewohner verabredet, sich auf Tischdienstpläne, Wäschepläne, Einkaufspläne einzulassen und so Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen.

Da es keinen zentralen Einkauf der Lebensmittel für die Gruppen gibt, muss dieser durch die Gruppenmitglieder organisiert werden. Einige Bewohner und Bewohnerinnen gehen selbstständig einkaufen, andere werden von Mitarbeitern bei ihren Einkäufen begleitet und unterstützt. Bei allen Aktivitäten im Zusammenleben in den Gruppen achten wir darauf, dass die individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten des einzelnen Bewohners bzw. der einzelnen Bewohnerin Beachtung finden. Jeder Bewohner und jede Bewohnerin soll die Möglichkeit erhalten, den Gruppenalltag zu prägen und zu gestalten.

Ein wichtiger Baustein bei der Verwirklichung dieser Ziele ist die wöchentliche Gruppenbesprechung. In diesen Besprechungen werden alle Belange, die die Gruppe betreffen, besprochen, z. B.:

  • Wer ist am Wochenende da?
  • Was wird am Wochenende gegessen?
  • Was wird an Freizeitangeboten genutzt?

Die Bewohner und Bewohnerinnen werden dabei begleitet, ihre Bedürfnisse und Wünsche zu äußern.

Und nach der Arbeit? Sport, Spaß und Spiel

Nach der Arbeit in den Werkstätten können alle Bewohnerinnen und Bewohner über ihre freie Zeit selbst verfügen. Die das nicht allein können, unterstützen wir.
Auch für die Gestaltung der freien Zeit ist die Gruppenbesprechung der richtige Ort, um solche Aktivitäten zu planen und sich bei der Gestaltung einzubringen.

… oder gemeinsam verreisen

Jedes Jahr werden Angebote für Urlaubsreisen im Sommer von den Gruppen geplant und mit Begleitung der Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und Unterstützung durch Praktikanten/Praktikantinnen und andere Hilfskräfte durchgeführt. Diese Reisen finden an ganz unterschiedlichen Orten in Deutschland, aber auch im europäischen Ausland statt. Die Gruppen verbrachten ihren Urlaub in den vergangenen Jahren an Nord- und Ostsee, in den Bergen, auf Mallorca, in Ungarn, Kroatien oder auf den Kanarischen Inseln.

Die sehr beliebten Flugreisen sind nicht so einfach zu organisieren und bedürfen eines längeren Planungszeitraumes wegen der vergleichsweise hohen Kosten. Vielen Bewohnern und Bewohnerinnen ist es ganz besonders wichtig, im Urlaub nicht selber kochen und einkaufen zu müssen. Aus diesem Grund werden immer mehr Urlaubsreisen mit Halb- oder Vollpension nachgefragt.